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Wohnraumkündigungsschutz: Mißbrauchseinwand des Untermieters gegen das Räumungsverlangen des Eigentümers bei gewerblicher Zwischenvermietung von Wohnraum ohne Aufklärung über den mangelnden Kündigungsschutz gegenüber dem Eigentümer
| Thema: | Wohnraumkündigungsschutz: Mißbrauchseinwand des Untermieters gegen das Räumungsverlangen des Eigentümers bei gewerblicher Zwischenvermietung von Wohnraum ohne Aufklärung über den mangelnden Kündigungsschutz gegenüber dem Eigentümer |
|---|---|
| Gericht: | BGH 8. Zivilsenat |
| Entscheidungsdatum: | 20.03.1991 |
| Aktenzeichen: | VIII ARZ 6/90 |
| Dokumenttyp: | Rechtsentscheid in Mietsachen |
| Quelle: | Juris |
| Normen: | § 242 BGB, § 556 Abs 3 BGB, § 556a BGB, § 564b BGB |
Leitsatz
1. Hat der Eigentümer sein Einfamilienhaus oder seine Eigentumswohnung einem Vermietungsunternehmen zur Untervermietung zu Wohnzwecken vermietet, so kann ihm nach Beendigung des Hauptmietverhältnisses der aus BGB § 556 Abs 3 auf Räumung in Anspruch genommene Untervermieter den Einwand des Rechtsmißbrauchs entgegensetzen, soweit dem Untermieter gegenüber einer Kündigung des Untervermieters Schutzrechte aus den BGB §§ 556a, 564a zustehen würden. Das gilt auch dann, wenn dem Untermieter bei Abschluß des Untermietvertrages zwar bekannt war, daß sein Vermieter nicht Eigentümer der Mietsache ist, er aber nicht wußte, daß er gegenüber dem Eigentümer keinen Wohnraumkündigungsschutz genießt (teilweise Aufgabe BGH, 1982-04-21, VIII ARZ 16/81, BGHZ 84, 90).
Fundstellen
BGHZ 114, 96-105 (Leitsatz und Gründe)
BAnz 1991, 3198 (Leitsatz 1)
EBE/BGH 1991, 149-151 (Leitsatz und Gründe)
WM 1991, 902-905 (Leitsatz und Gründe)
Grundeigentum 1991, 511-513 (red. Leitsatz und Gründe)
WuM 1991, 326-328 (Leitsatz und Gründe)
ZMR 1991, 255-257 (red. Leitsatz und Gründe)
NJW 1991, 1815-1817 (Leitsatz und Gründe)
ZIP 1991, 942-945 (Leitsatz und Gründe)
DWW 1991, 211-212 (Leitsatz und Gründe)
DStR 1991, 784 (red. Leitsatz und Gründe)
RWP 1991/1206 SG 30.0, 121 (Gründe)
DB 1991, 1514-1516 (Leitsatz und Gründe)
JuS 1991, 776-777 (Leitsatz und Gründe)
MDR 1991, 867-868 (Leitsatz und Gründe)
BGHR BGB § 242 Rechtsmißbrauch 9 (Leitsatz und Gründe)
BGHR BGB § 556a Abs 1 Sozialklausel 2 (Leitsatz und Gründe)
BGHR BGB § 564b Kündigungsschutz 1 (Leitsatz und Gründe)
JZ 1992, 101-103 (red. Leitsatz und Gründe)
LM BGB § 242 (Cd) Nr 315 (1/1992) (Leitsatz und Gründe)
JR 1992, 102-105 (Leitsatz und Gründe)
RES VIII, BGB § 556 Nr 5 (Leitsatz und Gründe)
BGH aktuell 1991, Nr 12, 3-4 (Leitsatz und Gründe)
BWGZ 1991, 357-359 (Leitsatz und Gründe)
Weitere Fundstellen
ZAP EN-Nr 414/91 (red. Leitsatz)
BB 1991, 937 (Kurzwiedergabe)
EWiR 1991, 657 (Leitsatz)
NJ 1991, 377 (red. Leitsatz)
NJW-RR 1991, 908 (Leitsatz)
ZAP Fach 4 R, 25 (Leitsatz)
Verfahrensgang
vorgehend OLG Hamm 30. Zivilsenat, 19. September 1990, Az: 30 ReMiet 2/90
vorgehend LG Mönchengladbach, 19. März 1990, Az: 2 S 392/89
vorgehend AG Grevenbroich, 6. September 1989, Az: 11 C 70/89
Diese Entscheidung wird zitiert
Rechtsprechung
Vergleiche BGH 12. Zivilsenat, 28. Februar 1996, Az: XII ZR 123/93
Vergleiche LG Berlin 67. Zivilkammer, 22. Juli 1993, Az: 67 T 50/93
Vergleiche OLG Stuttgart 8. Zivilsenat, 7. Mai 1993, Az: 8 REMiet 2/93
Vergleiche LG Hamburg 11. Zivilkammer, 23. Oktober 1992, Az: 311 S 154/92
Anschluß AG Frankfurt, 5. Juni 1992, Az: 18 Js 454319/91 - 933 OWi 2001
Vergleiche BFH 4. Senat, 4. Juni 1992, Az: IV R 79/91
Vergleiche BFH 5. Senat, 14. Mai 1992, Az: V R 12/88
Vergleiche LG Berlin 63. Zivilkammer, 17. März 1992, Az: 63 S 453/91
Vergleiche AG Tiergarten, 7. Oktober 1991, Az: 5 C 336/91
Vergleiche LG Berlin 64. Zivilkammer, 23. Juli 1991, Az: 64 S 94/91
Vergleiche BVerfG 1. Senat, 11. Juni 1991, Az: 1 BvR 538/90
Literaturnachweise
Hans-Georg Eckert, EWiR 1991, 657-658 (Anmerkung)
Gerhard Treier, Grundeigentum 1991, 1070-1075 (Aufsatz)
Gunter Wein, Grundeigentum 1993, 74-74 (Aufsatz)
K-H Matthies, JR 1992, 105-106 (Anmerkung)
Helmut Krenek, Jura 1993, 79-84 (Entscheidungsbesprechung)
Volker Emmerich, JuS 1991, 776-777 (Entscheidungsbesprechung)
Peter Schüren, JZ 1992, 79-83 (Entscheidungsbesprechung)
Karl F Scheffler, NJW 1992, 477-479 (Aufsatz)
Thomas Eisenhardt, WuM 1999, 20-23 (Aufsatz)
Ulf Börstinghaus, ZAP Fach 4 R, 25-26 (Entscheidungsbesprechung)
Ulf Börstinghaus, ZAP Fach 4 R, 35-36 (Entscheidungsbesprechung)
Andreas Hornick, ZMR 1992, 224-227 (Entscheidungsbesprechung)
Zeitschriften
Thomas Eisenhardt, WuM 1999, 20-23 (Aufsatz)
Kommentare
Trautwein in: jurisPK-BGB, 3. Aufl. 2006, § 185 BGB
Tonner in: jurisPK-BGB, 3. Aufl. 2006, § 565 BGB
Diese Entscheidung zitiert
Rechtsprechung
Abweichung BGH 8. Zivilsenat, 21. April 1982, Az: VIII ARZ 16/81
Zustimmungsprozeß zur Mieterhöhung: Maßgeblichkeit der Wohnflächenangabe im Mietvertrag
| Thema: | Zustimmungsprozeß zur Mieterhöhung: Maßgeblichkeit der Wohnflächenangabe im Mietvertrag |
|---|---|
| Gericht: | AG Charlottenburg |
| Entscheidungsdatum: | 07.01.2004 |
| Aktenzeichen: | 209 C 556/03 |
| Dokumenttyp: | Urteil |
| Quelle: | Juris |
| Normen: | § 558 BGB |
Orientierungssatz
1. Im Zustimmungsprozeß nach Mieterhöhung ist dann, wenn die Wohnung größer ist als im Mietvertrag angegeben, von der vertraglich vereinbarten Fläche auszugehen.
2. Die vertraglich vereinbarte Fläche ist auch dann maßgeblich, wenn die Wohnungsgröße auf zwei Stellen hinter dem Komma angegeben und mit dem Zusatz "ca." versehen worden ist. Bei einer auf zwei Stellen hinter dem Komma angegebenen Wohnungsgröße können geringfügige Fehler im Bereich hinter der Kommastelle nie ganz ausgeschlossen werden.
Fundstellen
Grundeigentum 2004, 301-302 (red. Leitsatz und Gründe)
Verjährungsbeginn für Schadenersatzansprüche des Vermieters wegen Verschlechterung der Mietwohnung
| Thema: | Verjährungsbeginn für Schadenersatzansprüche des Vermieters wegen Verschlechterung der Mietwohnung |
|---|---|
| Gericht: | LG Mannheim 4. Zivilkammer |
| Entscheidungsdatum: | 05.10.1994 |
| Aktenzeichen: | 4 S 56/93 |
| Dokumenttyp: | Urteil |
| Quelle: | Juris |
| Normen: | § 305c Abs 2 BGB, § 309 Nr6 BGB |
Leitsatz
Die für den Beginn der Verjährungsfrist des BGB § 558 maßgebende Rückübertragung des Besitzes an den Vermieter kann auch darin bestehen, daß der Mieter die Schlüssel zur Wohnung in den Briefkasten des Vermieters einwirft, auch wenn diese Art der Besitzaufgabe nicht den vertraglichen Vereinbarungen entspricht; gleichwohl ist hierin eine Veränderung der Besitzverhältnisse zu sehen.
Orientierungssatz
Zitierung: Vergleiche BGH, 1991-07-10, XII ZR 105/90, NJW 1991, 2416.
Fundstellen
DWW 1995, 86 (Leitsatz und Gründe)
Diese Entscheidung zitiert
Rechtsprechung
Vergleiche BGH 12. Zivilsenat, 10. Juli 1991, Az: XII ZR 105/90